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Jugendliche, die früh zu Bett gehen und früh wieder aufstehen, haben seltener Übergewicht als gleichaltrige Nachteulen.
Zu diesem Ergebnis kommt eine Untersuchung von Prof. Carol Maher von der Universität South Australia in Adelaide. Sie hat 2.200 Kinder und Jugendliche im Alter von 9 bis 16 Jahren nach ihrem Tagesrhythmus befragt und diesen in Verbindung mit ihrem Gewicht gesetzt.
Das Ergebnis: Jugendliche, die spät aufstehen und den Abend bis in die Nacht ausdehnen, sind mit eineinhalbfach größerer Wahrscheinlichkeit zu dick als die Frühaufsteher. Der Grund hierfür ist nicht weniger Schlaf: Beide Gruppen bekommen praktisch die gleiche Menge an Schlaf mit. Ursache ist vielmehr die „unsportlich“ verbrachte Abendzeit vor dem Bildschirm. Grob gesehen hatten die Jugendlichen der späteren Gruppe im Schnitt eine halbe Stunde körperliche Aktivität pro Tag eingetauscht durch Sitzen vor dem Fernsehgerät oder Computer. Deshalb ist es so wichtig, dass Eltern Einfluss auf den Medienkonsum ihres Nachwuchses nehmen. Wenn der nächste Tag schulfrei ist, hocken viele Kinder und Jugendliche bis spät in die Nacht vor dem Bildschirm, um zu chatten oder online zu spielen. Als Ausgleich wird dann bis zum nächsten Mittag geschlafen. Auf diese Weise addieren sich etliche Stunden der körperlichen Passivität. In den Schulferien ist solch ein ungesunder Rhythmus oft tägliche Realität. „Jugendliche bewegen sich heute in vielen Fällen entschieden zu wenig. Das Resultat ist eine unausgeglichene Energiebilanz“, weiß der Düsseldorfer Diabetologe Prof. Stephan Martin aus seinem Praxisalltag zu berichten. Mehr hierzu erfahren Sie unter www.komm-in-schwung.de
Bei vielen Krebserkrankungen ist es nicht der Tumor selbst, der für den Patienten zur Gefahr werden kann:
Bösartige Zellen lösen sich aus dem betroffenen Gewebe, werden über die Blutbahn oder das Lymphsystem weitertransportiert, siedeln sich in anderen Organen an und bilden dort Tochtergeschwülste (Metastasen). Im fortgeschrittenen Krebsstadium verschlechtern Metastasen in den Knochen die Lebensqualität der Betroffenen.
Häufige Krebsarten wie Brust- oder Prostatakrebs weisen ab einem bestimmten Stadium vermehrt die Neigung auf, Knochenmetastasen zu bilden. Eine Destabilisierung der Knohenstruktur und damit verbunden eine höhere Anfälligkeit für Brüche und andere schwerwiegende Komplikationen sind die Folge. Ursache für den drohenden Knochenabbau ist zum einen die Ausschüttung von speziellen körpereigenen Substanzen im Knochen. Dies bewirkt eine Abnahme der knochenaufbauenden Zellen (Osteoblasten) zugunsten der knochenabbauenden Zellen (Osteoklasten). Zudem setzen die Knochenzellen dabei sogenannte Wachstumsfaktoren frei – mit dem Ergebnis, dass sich das Wachstum metastatischer Zellen noch verstärkt: Ein wahrer Teufelskreis von Tumorwachstum und Knochenabbau wird in Gang gesetzt.Die immensen Fortschritte in der Diagnose und Therapie haben dazu geführt, dass mittlerweile auch Patienten im fortgeschrittenen Stadium deutlich länger leben, was nicht immer mit einer Erhaltung oder gar Verbesserung der Lebensqualität verbunden ist. PD Dr. Margitta Retz, Leiterin der Urologischen Onkologie am Uniklinikum München, ist überzeugt: „Jede Verbesserung der Krebstherapie erfordert auch eine Weiterentwicklung der unterstützenden Begleittherapien, denn Metastasen belasten den Körper der ohnehin geschwächten Patienten enorm. Die Lebensqualität des Patienten steht hier im Mittelpunkt.“ So führen Knochenmetastasen neben Brüchen auch häufig zu Rückenmarks-kompressionen. Sowohl Knochenbrüche als auch Rückenmarkskompressionen sind in der Regel mit schwierigen Operationen und langwierigen Klinikaufenthalten verbunden. Bei Patienten mit fortgeschrittenen Krebs-erkrankungen stellen daher Knochenmetastasen und die daraus resultierenden Komplikationen ein schwerwiegendes klinisches Problem dar, wie Retz ausführt: „Wird durch Kompressionen das Rückenmark beschädigt, kann dies sogar zu Lähmungen führen – bis hin zu einem Leben im Rollstuhl.“ Ob die Knochenmetastasen therapeutisch mit einer Bestrahlung, einer Operation oder einer Kombination aus beiden Ansätzen bekämpft werden, ist von den medizinischen Gegebenheiten und der individuellen Disposition des Patienten abhängig. Eingebettet werden diese Maßnahmen in der Regel durch eine spezielle medikamentöse Therapie. Zur Prävention von skelettbezogenen Komplikationen spielten bisher vor allem die sogenannten Bisphosphonate eine wichtige Rolle.
Neuer Wirkansatz durch Biologikum
Einen neuen und aussichtsreicheren Therapieansatz bietet die moderne Biotechnologie. „Damit stellt sich zu den bisherigen Anwendungen eine echte Alternative dar“, so Retz. Ein speziell entwickelter vollhumaner Antikörper namens Denosumab greift gezielt in die biologische Signalkette des Knochen-stoffwechsels ein und beugt so der durch Metastasen verursachten Knochenzerstörung noch effektiver vor. Die bisherigen Studienergebnisse mit diesem Biologikum bei weltweit über 5.700 Patienten mit soliden Tumoren sind überzeugend. Sie zeigen eine weitere Reduktion und Verzögerung der schweren Komplikationen bei Knochenmetastasen. Der Wirkstoff steht seit Kurzem zur Verfügung.
Vielen Menschen – für jede zweite Frau Realität – gelten Krampfadern an den Beinen als rein kosmetisches Problem. Dabei können Schmerzen und Schwellungen die Lebensqualität der Betroffenen, verbunden mit einer Thromboseneigung, erheblich beeinträchtigen.
Vereinfacht gesagt handelt es sich bei Krampfadern (Varizen) um Venen, in denen sich das Blut staut. Durch die darauf folgende Schwellung verdrängt die Vene umliegendes schwaches Bindegewebe und windet sich serpentinenartig das Bein entlang.Venen haben die Aufgabe, „verbrauchtes“ (sauer- und nährstoffarmes) Blut von den Körperteilen und Organen zurück zum Herzen zu befördern – und dies im Falle der Beinvenen entgegen der Schwerkraft, da wir die meiste Zeit des Tages ja stehend oder sitzend verbringen. Dazu bedienen sich die Venen der Venenklappen und der Muskelpumpe.
Die Venenklappen arbeiten wie Ventile, die einen Blutfluss nur in Richtung Herzen zulassen und die Blutbahn nach „unten“ hin abschließen. Hat das Blut also einmal eine Venenklappe passiert, kann es in der Regel nicht mehr zurückfließen.Der Begriff der „Muskelpumpe“ umschreibt das Phänomen, dass bei jeder Bewegung der Beinmuskulatur das Blut in den Venen weiter in Richtung der nächsten Venenklappe gedrückt wird und so langsam wieder ins Herz wandert.
Warum bekommen manche Menschen Krampfadern und andere nicht? Ursäch-lich hierfür ist eine unterschiedliche genetische Veranlagung. Personen mit einer angeborenen Schwäche des Bindegewebes beziehungsweise der Venenwände neigen aufgrund dieser Disposition verstärkt zur Bildung von Krampfadern. Daher treten bei manchen Menschen auch schon in relativ jungen Jahren Krampfadern auf, während andere zeitlebens hiervon verschont bleiben. Naturgemäß sind Krampfadern also auch familiär gehäuft anzutreffen. Bei zu schwachem Bindegewebe oder zu elastischen Venenwänden kann es nun passieren, dass sich die Venen zu weit ausdehnen. Die Venenklappen schließen nicht mehr richtig und ein Teil des Blutes fließt wieder in Richtung Fuß zurück. Hält dieser Zustand über einen längeren Zeitraum an, entstehen Krampfadern.
Weitere Risikofaktoren
Diese Entwicklung wird durch Bewegungsmangel noch unter-stützt. Da die Muskulatur den Transport des Blutes zum Herzen hierbei nicht aktiv unter-stützt („Muskelpumpe“), verschlimmert sich der Rückstau. Dies wird dann zum Problem, wenn Betroffene viel im Stehen tätig sind, ohne sich dabei aus-reichend bewegen zu können.Vor allem Menschen in solchen „Stehberufen“ sollten daher immer wieder leichte Positionsänderungen im Stehen vor-nehmen, sich beispielsweise immer wieder auf die Zehen-spitzen stellen oder den Beinen möglichst Entlastung und Bewegung verschaffen.Probleme in der SchwangerschaftWährend einer Schwangerschaft ist bei erblich vorbelasteten Frauen die Wahrscheinlichkeit, Krampfadern zu bekommen, erhöht: Das Bindegewebe wird elastischer, um dem Babybauch Platz zum Wachsen zu geben, später dann, um den Geburtsvorgang zu erleichtern. Auch die Stärke der Venenwände nimmt in dieser Zeit ab. Durch die Gewichtszunahme muss zudem mehr Körpermasse mit Blut versorgt werden, was das Herz-Kreislauf-System zusätzlich belastet.Vorbeugende MaßnahmenKrampfadern stellen daher nicht nur ein kosmetisches Problem dar, sondern können zu einem ernst zu nehmenden Krankheitsbild werden. Da man seiner genetischen Veran-lagung zu Krampfadern nicht entkommen kann, ist es wichtig, vorbeugende Maßnahmen zu ergreifen.
An erster Stelle steht hierbei sicherlich ausreichende körperliche Bewegung, um die Muskelpumpe in den Beinen aktiv zu unterstützen, zum Beispiel mit gezielter Venengymnastik. Einen ähnlichen Zweck erfüllt auch das Tragen von Stützstrümpfen. Die Naturheilkunde steuert mit entsprechenden Umschlägen, Salben oder auch Wassergüssen (nach Kneipp) ebenfalls präventive Maß-nahmen bei. Diese können den Venenstau lösen und das Abschwellen fördern.Therapeutische EingriffeBei bereits vorhandenen Krampfadern bieten sich relativ schonende operative Ver-fahren wie beispielweise das „Stripping“ (das Ziehen der Krampfadern) an.Aber auch Laser- oder Radiofrequenztherapien kommen zum Einsatz. Oftmals werden diese Behandlungsmethoden an speziellen Krampfaderzentren durchgeführt, wobei die behandelnden Ärzte die beste Therapie individuell mit den Betroffenen abstimmen.
Erkältungen werden nicht nur von Kopf-, Hals- und Gliederschmer-zen sowie einer laufenden Nase begleitet, sondern häu?g auch von hartnäckigem Husten. Viele Erkältungsgeplagte greifen daher dank-bar zu einem Hustenlöser.
Wenn draußen ein eiskalter Wind pfeift und die Taschentücher im Dauereinsatz sind, werden viele Menschen von einem tief sitzenden Husten geplagt. Dieser entsteht, wenn die Erkältungsviren in die Bronchien wandern und dort in den Schleimhäuten Entzündungen auslösen. Die Folge ist häufig eine akute Bronchitis, die zunächst mit einem trockenen Reizhusten einhergeht. Zur Abwehr der Erreger bilden die Bronchien im weiteren Verlauf allerdings vermehrt Schleim, um die Krankheitserreger über die sogenannten Flimmerhärchen abzutransportieren. Kräftige Hustenstöße sollen diese dabei in ihrer Arbeit unterstützen. Oft ist das Sekret jedoch so zäh, dass es selbst bei starkem Husten nicht nach außen befördert werden kann: Die engen Gänge der Bronchien verstopfen. So kommt es häufig zu Atembeschwerden, die zusammen mit dem Reizhusten, vor allem nachts, zur Qual werden können. Dabei ist gerade die erholsame Nachtruhe für eine schnelle Genesung wichtig. Zudem gilt es, schlimmeren Erkrankungen – wie etwa einer chronischen Bronchitis oder einer Lungenentzündung – vorzubeugen.
Hustenlöser auf pflanzlicher Basis
Ein Hustensaft, der den zähen Schleim löst und bei dessen Abtransport hilft, ist hier angesagt. Dabei sollte darauf geachtet werden, dass das Produkt keinen Alkohol enthält und auf p?anzlicher Basis produziert ist, um möglichst vielen Menschen eine Einnahme zu erlauben – also auch Diabetikern oder Kindern. Bisher wurden dazu in Hus-tenmedikamenten überwiegend Extrakte aus Efeublättern eingesetzt.
Mittlerweile wird die entkrampfende Wirkung des Efeus mit der Heilkraft anderer Pflanzen kombiniert (wie etwa bei Broncholitan® oder Muc-Sabona, rezeptfrei in der Apotheke): Hierbei setzt man auf die ätherischen Öle des Thymiankrauts. Diese lindern den Hustenreiz, hemmen die Schmerzen beim Husten, erleichtern die Atmung und besitzen zudem eine antibakterielle Wirkung. Stark schleimlösend wirkt als dritte Komponente die Süßholzwurzel. Sie fördert aufgrund ihrer entzündungshemmenden Eigenschaften ebenfalls die Regeneration der Atemwege.
Vor allem die Kombination dieser bewährten Heilpflanzen, deren wohltuende Wirkung bei zähem Husten schon lange bekannt ist, kann daher den Abtransport des Schleims unterstützen und weiteren Infektionen der Atemwege vorbeugen.
Ob zu Neujahr, zum Geburtstag oder an „jedem“ Monatsersten – an guten Vorsätzen, sein Leben gesünder zu gestalten, fehlt es am wenigsten. Damit ernst zu machen, bietet der von den gesetzlichen Krankenkassen übernommene Gesundheits-Check-up 35.
Mit der Vollendung des 35. Lebensjahres haben gesetzlich Versicherte nämlich alle zwei Jahre Anspruch auf eine umfassende Gesamtuntersuchung, die vor allem zur Früherkennung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Stoffwechselstö-rungen, Diabetes mellitus und Nierenleiden dienen soll. Eine Praxisgebühr wird dabei nicht erhoben.Einem ausführlichen Arzt-Patient-Gespräch, bei dem neben eventuell schon bestehenden Erkrankungen auch mögliche familiäre Vorbelastungen besprochen werden, folgt eine gründliche Ganzkörperuntersuchung, die die wichtigsten Herz-Kreislauf-Parameter mit einschließt. Bei Bedarf kann auch ein Ruhe-EKG geschrieben werden. Eine Blutprobe gibt unter anderem Aufschluss über das Gesamtcholesterin und den aktuellen Zuckerwert, eine Urinprobe soll mögliche Nierenerkrankungen aufspüren. Bei einem zweiten Termin werden dann die Befunde besprochen und gegebenenfalls entsprechende Maßnahmen ergriffen. Aber: der Gesundheits-Check-up 35 umfasst jedoch nur die wichtigsten Parameter. So ist beispielweise eine regelmäßige Kontrolle der Leber- oder Schilddrüsenwerte nicht vorgesehen. Auch eine gezielte Untersuchung auf Krebs ist im Check-up 35 nicht enthalten. Hierfür werden aber außerhalb des Gesundheits-Checks gesonderte Untersuchungen angeboten: so können Frauen ab 20 Jahren eine jährliche Untersuchung der Geschlechtsorgane nutzen, während ab dem 30. Lebensjahr auch die Brust und die Haut mit in die Abklärung einbezogen werden. Von 50 bis 70 Jahren haben Frauen darüber hinaus alle zwei Jahre Anspruch auf ein Mammografie-Screening. Männer sollten die Gelegenheit nutzen, ab einem Alter von 45 jedes Jahr eine Untersuchung der Prostata, der äußeren Geschlechtsorgane und der Haut vornehmen zu lassen. Für beide Geschlechter besteht im Rahmen der Darmkrebs-Früherkennung jährlich die Möglichkeit, sich vom 50. bis zum 55. Lebensjahr auf okkultes Blut im Stuhl testen zu lassen. Danach kann alle zehn Jahre die diagnostische Abklärung durch eine Koloskopie in Anspruch genommen werden.
Weitere Untersuchungen beim Facharzt
Auch außerhalb der Krebs-Frühdiagnostik lohnt sich der Gang zum Spezialisten: So besteht beim Augenarzt die Möglichkeit, sich anhand einer Messung des Augeninnendrucks auf die Risiken eines Glaukoms (Grüner Star) hin untersuchen zu lassen. Unter 40 Jahren reicht in der Regel eine Messung alle zwei Jahre, danach sollte jährlich nachgesehen werden. Diese diagnostische Maßnahme wird aber normalerweise nicht von den Krankenkassen übernommen.Mittlerweile etabliert hat sich bei den meisten Menschen auch der jährliche Vorsorgebesuch beim Zahnarzt – schon alleine, um im Fall der Fälle beim Zuschuss der Krankenkassen zum Zahnersatz keine Einbußen hinnehmen zu müssen. Erhebungen der Krankenkassen zufolge nutzt allerdings lediglich ein Drittel der Versicherten das kostenlose Angebot des Check-up 35, sich untersuchen zu lassen. Dabei werden laut Bundesgesundheitsministerium bei etwa der Hälfte der Untersuchten eine Erkrankung oder zumin-dest Risikofaktoren hierfür festgestellt. Ein Grund mehr, seinen Gesundheitszustand überprüfen zu lassen. Und sicherlich ein willkommener Anlass, die guten Vorsätze Wirklichkeit werden zu lassen.
Darf man mit Schnupfen Auto fahren? So ungewöhnlich diese Frage zunächst klingen mag, so berechtigt scheint sie bei genauerem Hinsehen doch zu sein.
Denn es ist mitunter gar nicht die Erkältung selbst, die die Fahrtüchtigkeit beeinträchtigt – vielmehr können Medikamente dafür ursächlich sein, dass man sich und andere im Straßenverkehr in Gefahr bringt.
Gerade jetzt in der kalten Jahreszeit werden viele Menschen von Husten, Schnupfen und Heiserkeit geplagt. Um möglichst schnell wieder gesund zu werden, greifen sie zu Medikamenten – ohne an mögliche Nebenwirkungen zu denken, die die Fahrtüchtigkeit beeinflussen können. Dies gilt auch bei der Einnahme rezeptfreier Präparate. Viele solcher Erkältungsmittel enthalten Wirkstoffe, die eine plötzliche Müdigkeit auslösen und sich negativ auf die Konzentrationsfähigkeit und vor allem auch auf das Reaktionsvermögen auswirken können.Was für rezeptfreie Medikamente gilt, trifft natürlich auch für verschreibungspflichtige Präparate zu. Der „Klassiker“ unter diesen Inhaltsstoffen ist hierbei sicherlich das Kodein, das in vielen Hustensäften enthalten ist. Diese Substanz kann die Wahrnehmung verändern sowie Schwindel und Verwirrtheitszustände hervorrufen. Nicht umsonst ist Kodein deshalb auch im Betäubungsmittelgesetz gelistet. Nicht unterschätzt werden sollte in Bezug auf das Autofahren auch die Wirkung von Alkohol, der sich ebenfalls in vielen Medikamenten findet. Meist ist auch erst dieser für die gewünschte schlafanstoßende Wirkung verantwortlich, die vielen Erkältungsgeplagten eine erholsame Nacht ermöglichen soll. Zwar nimmt man für gewöhnlich keine allzu großen Mengen dieser Präparate ein, aber bei einem Alkoholgehalt von 40 oder 45 % – gerade in geschwächtem Zustand oder auf nüchternen Magen – kann es so manches Messbecherchen mit dem Promil-legehalt von mehreren Schnäpsen aufnehmen und somit die Fahrtüchtigkeit erheblich einschränken.
Falsche Körperwahrnehmung
Ähnlich verhält es sich mit Schnupfenmitteln, in denen der Wirkstoff Ephedrin enthalten ist. Diese auch aus dem Doping bekannte Substanz kann auf psychischer Ebene euphorisierend wirken und lässt den Anwender zur Selbstüberschätzung neigen – was sowohl in Bezug auf die Fahrtüchtigkeit als auch auf den Krankheitsverlauf allgemein gilt, sodass sich der Betroffene oft besser fühlt, als es sein körperlicher Zustand tatsächlich ist. Im weiteren Verlauf kann es so zu Rückfällen oder einem Verschleppen der Erkrankung kommen. Aber auch auf den ersten Blick „unverdächtige“ Medikamente können Einfluss auf das Konzentrations- und Reaktionsvermögen und somit auf die Fahrtüchtigkeit nehmen: Hierzu gehören zum Beispiel bestimmte Allergiemit-tel oder auch blutdrucksenkende Präparate. Des Weiteren können alle Medikamente, die direkten Einfluss auf die Sinnesorgane nehmen, zu Einschränkungen führen: So verändern verschiedentlich Augentropfen die Re-aktionszeit der Pupillen, sodass über einen gewissen Zeitraum kein „Scharfstellen“ der Augen mehr möglich ist. Auch reicht bei Ohrentropfen manchmal allein das Eindringen der Flüssigkeit in den Gehörgang, um Störun-gen des Gleichgewichtssinns hervorzurufen.Vorsicht nach NarkosenGanz entscheidend die Fahrtüchtigkeit einschränken können auch verschiedenste Formen der Narkose. Während es jedem einleuchtet, nach einer Vollnarkose und der anschließenden Benommenheit das Auto besser stehen zu lassen, unterschätzen viele die Gefahr bei nur lokaler Betäubung. Doch selbst eine kleine Spritze beim Zahnarzt kann sich negativ auf die Fahrtüchtigkeit auswirken. Im Zweifelsfall sollte also immer noch einmal mit dem be-handelnden Mediziner Rücksprache gehalten werden. Beachtet werden muss ebenfalls, dass Medikamente, die einzeln keine gravierenden Nebenwirkungen zeigen, in Kombination durchaus gefährlich werden können. Ein Blick auf den Beipackzettel oder ein Gespräch mit dem Arzt ist angebracht.
Rechtliche Folgen
Neben der Gefahr für die eigene körperliche Unversehrtheit – und natürlich die der anderen Verkehrsteilnehmer – kann eine Autofahrt unter Medikamenteneinfluss auch erhebliche rechtliche Konsequenzen nach sich ziehen. Denn wer hierbei auffällt oder gar einen Unfall verursacht, muss mit den gleichen Strafen rechnen, als wäre er unter Drogeneinfluss gefahren. Vom Ärger mit der Versicherung ganz abgesehen reichen die rechtlichen Folgen von Punkten in Flensburg und einem begrenzten Fahrverbot bis hin zum völligen Führerscheinentzug. Grund genug also, sich vor jeder Fahrt zu vergewissern, ob man sich überhaupt hinters Steuer setzen darf, wenn man Medikamente eingenommen hat.
Tipps zum Thema „ Medikamente und Autofahren“
• Lesen Sie den Beipackzettel von Medikamenten.
• Achten Sie auch bei rezeptfreien Medikamenten auf Wirkstoffe, die die Fahrtauglichkeit einschränken können.
• Denken Sie daran, dass gerade Erkäl-tungsmittel mitunter nicht geringe Mengen an Alkohol enthalten.
• Unterschätzen Sie nach chirurgischen Eingriffen die Nachwirkungen einer Narkose nicht, auch wenn diese nur lokal verabreicht wurde.
Die Bevölkerung wird immer älter: Die durchschnittliche Lebenserwartung hat sich hierzulande innerhalb weniger Generationen mehr als verdoppelt.
Dieses Plus an Lebenszeit geht allerdings mitunter einher mit den verschiedensten körperlichen und geistigen Einschränkungen. Doch lässt sich frühzeitig vorbeugen – unter anderem durch eine ausreichende Versorgung mit Omega-3-Fettsäuren.
Der Schlüssel zu einem gesunden Leben, auch im Alter, ist dabei die bewusste Ernährung und ein angemessener Lebensstil. Deshalb gilt es in jedem Lebensabschnitt möglichen Alterserkrankungen vorzubeugen und seine Gesundheitsvorsorge selbst mitzugestalten.
Besonders die richtige Ernährung kann dabei helfen, alters- und ver-schleißbedingten Erkrankungen präventiv zu begegnen – ein wichtiger Bestandteil ist eine ausreichende Zufuhr an Omega-3-Fettsäuren. Vor allem zwei dieser Fettsäuren spielen dabei eine entscheidende Rolle: Die Eicosapentaensäure (EPA) ist für viele Stoffwechselfunktionen von Bedeutung. So schützt sie das Herz-Kreislauf-System, stärkt das Immunsystem und reguliert die Blutgerinnung. Die Docosahexaensäure (DHA) als spezielle „Gehirnfettsäure“ ist unter anderem verantwortlich für eine reibungslose Funktion unserer kognitiven Fähigkeiten. Sie ist ein wichtiger Baustein der Nervenzellmembranen und somit unverzichtbar für die geistige Vitalität – gerade auch im Alter. So weisen Studien darauf hin, dass Omega-3-Fettsäuren und speziell die DHA sowohl bei der Prävention als auch bei der Behandlung von altersbedingten Hirnleistungsstörungen wertvolle Dienste leisten – also etwa auch bei der Alzheimer-Erkrankung. Neuesten Untersuchungen zufolge können Omega-3-Fettsäuren zudem Ein?uss auf den natürlichen Alterungsprozess nehmen, indem sie die Verkürzung von bestimmten Chromosomenabschnitten in den Zellkernen („Telomere“) aufhalten. Deren Länge wird als wichtiger Indikator für das „biologische Alter“ eines Menschen angesehen. Natürliche Quellen von Omega-3-Fettsäuren sind fettreiche Kaltwasserfische wie Hering, Lachs oder Makrele. Daher sollte zweimal in der Woche Fisch verzehrt werden. Alternativ lässt sich – gerade, weil Fisch nicht jedermanns Sache ist – selbst ein erhöhter Bedarf auch mit geruchs- und geschmacksneutralen Nahrungsergänzungsmitteln wie beispielsweise mit Doppelherz® system Omega-3-Konzen-trat (60 % Omega-3-Fettsäuren) oder Kapseln mit Seelaschöl 1000 +Folsäure (beides Apotheke) ausgleichen. Auch empfehlenswert für Schwangere, Stillende und Allergiker.





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